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60 Pflanzen durch den Forstbetrieb Aare-Rhein gepflanzt

Zur Dekoration der KURATLE & JAECKER Messestände an der HOLZ 2019 in Basel wurden erstmals anstelle von Leihpflanzen heimische Waldpflanzen berücksichtigt. Am Montag, 25. November 2019 wurden die Pflanzen vom Staatsförster Peter Haas und dem Auszubildenden Forstwart Philipp Meier in einer Waldparzelle in der Nähe der Siebenwege Leibstadt gepflanzt. Vor Ort mit dabei aus dem KURATLE & JAECKER Team waren Daniel Buchs, CEO, Roger Kuratle, Leiter Unternehmensentwicklung & Key Account und Johanna Graf, Teamleiterin Marketing.

Die total 60 Pflanzen in den Baumarten Douglasie, Rottanne, Föhre, Eibe sowie Arve werden je nach geografischen Bedingungen und entsprechenden Eignungen in verschiedenen Waldparzellen gepflanzt. Für die Bestimmungen orientiert sich Peter Haas an der sogenannten pflanzensoziologischen Karte. Diese ist eine wichtige waldbauliche Grundlage und liefert Informationen zu Standortbedingungen, wie etwa ähnliche Waldbilder mit entsprechender Artenzusammensetzung von Pflanzen und Pilzen.

Interessanter Einblick für das KURATLE & JAECKER Team

Gemeinsam mit dem Forstteam durften die Vertreter der KURATLE & JAECKER AG die Douglasien pflanzen. Die Douglasie zeichnet sich durch ihre hohe Resistenz gegen den Borkenkäfer aus und wurde in einem Waldstück, welches stark vom Käfer befallen war, gepflanzt. «Vom Käferbefall sind gestresste Bäume besonders anfällig», so Peter Haas. «Bei gesunden Bäumen hat der Käfer keine Chance», so Haas weiter. Die aktuellen Umwelteinflüsse haben auf die Wälder enorme Auswirkungen, die sich über längere Jahre hinweg bemerkbar machen, so sind etwa der geringe Niederschlag aus dem Sommer 2018 sowie auch die steigenden Temperaturen in der Schweiz spürbar und die Pflanzen sind anfälliger.

Zur Schutzmassnahme vor dem Wild wurden die Jungpflanzen mit einem Baumschutz versehen, welcher abbaubar ist. Wir sind gespannt auf die Entwicklung und bleiben in Kontakt mit dem Forstteam, nehmen uns von Zeit zu Zeit eine persönliche Waldauszeit und halten Sie auf dem Laufenden.

Interview mit Peter Haas, Förster und Philipp Meier, Lernender Forstwart im 3. Lehrjahr

Welche Aufgaben fallen in Deinen Tätigkeitsbereich?

Peter Haas: Ich plane und koordiniere die zu erledigenden Arbeiten innerhalb des Forstteams, akquiriere Fremdaufträge, nehme Käferkontrollen und den entsprechenden Verkauf von Käferholz vor und bin die beratende Instanz für den Staats-, Privat- sowie Ortsbürgerwald innerhalb des Kirchspiels Leuggern inkl. den Staatswaldgebieten Bözberg und Kaisten.

Philipp Meier: Zu meinen Hauptaufgaben gehört die Holzerei, der Naturschutz und die Pflege des Waldes. Aktuell bin ich mitten in den Vorbereitungen für die bevorstehenden Abschlussprüfungen.

Was gefällt Euch an Eurem Job?

Peter Haas: Ich schätze die Vielfältigkeit der Arbeiten, Entscheidungen zu treffen, die flachen Hierarchiestufen, die Abwechslung zwischen der Arbeit im Büro und in der Natur sowie den Kontakt zu den Personen. Weiter ist es sehr schön jeweils Resultate zu sehen und zusammen mit der Natur zu arbeiten. 

Philipp Meier: Mir gefällt die Abwechslung und das man draussen in der Natur arbeitet.

Welche Themen beschäftigen Dich aktuell, Peter?

Peter Haas: Für mich ist der Klimawandel ein zentrales Thema bei meinen verschiedenen Arbeiten. Aufgrund der ändernden Gegebenheiten setze ich vermehrt andere Pflanzenarten ein. Die Herausforderung ist dabei, dass noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind.

Ein weiteres brisantes Thema sind die aktuellen Holz-Preise, die stark zusammengefallen sind aufgrund der grossen Mengen Holz die zur Verfügung stehen.

Philipp, Du stehst kurz vor Deiner Lehrabschlussprüfung. Welche Fächer hast Du in Deiner Lehrzeit besucht?

Philipp Meier: In der Schule haben wir die Fächer Ökologie und Naturschutz, Artenkunde, Holzernte, Forstschutz, Waldbau, Jungwaldpflege, Holzkunde, Betriebsplanung und Recht. Es ist für mich spannend, das gelernte in die Praxis umzusetzen und auch bei den Kontakten mit den Waldbesitzern anzuwenden.

Vielen Dank für das spannende Interview und den interessanten Vormittag im Wald.

Als weltweit nachhaltig agierendes Familienunternehmen ist das Respektieren der Herkunft des Grundmaterials für uns von zentraler Bedeutung. Mit dem Projekt «PFLANZEN FÜR DIE ZUKUNFT» leisten wir einen aktiven Beitrag zur regionalen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

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