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Kunst aus Holz und Glas in der Schweizer Winterlandschaft

Anfangs Mai 2018 trat der Projektleiter, Josef Nägeli, der Nüssli Schweiz AG mit der Anfrage für ein «Holzhaus» und dem Mail Betreff: Spiegelhaus Gstaad an uns. Was hier wundervolles entstehen sollte, realisierten wir erst viel später!

Zeit und Raum sind das Mass jeder Landschaft, und die Vorstellung eines «Masses»
ist in beiden Bedeutungen des Begriffs Frequenz implizit enthalten. Denn Frequenz meint zum einen die Häufigkeit, mit der etwas in einer gegebenen Zeit oder statistischen Probe vorkommt oder sich wiederholt, zum anderen die meist pro Sekunde gemessene Häufigkeit, mit der eine Vibration auftritt und Wellen bildet - entweder in einem Medium (z.B. Schallwellen) oder in einem elektromagnetischen Feld (z.B. Funk- und Lichtwellen). Die dritte Ausgabe von Elevation 1049 bezieht sich auf beide Konzepte.

Mithilfe der genannten Lichtfrequenzen reflektiert Doug Aitkens Mirage Gstaad die feierliche Alpenlandschaft als Teil einer sich ständig wandelnden Begegnung, die Himmel und Erde, Subjekt und Objekt, Innen und Aussen in stetem Fluss hält. Die ranchähnliche Struktur kontrastiert mit den umliegenden Chalets und wirkt architektonisch wie eine moderne Version von «Manifest Destiny», jener Migrationsbewegung im Westen, die von Europa ausging und schliesslich in Kalifornien endete. Da sämtliche Oberflächen spiegelverkleidet sind, absorbiert und reflektiert die Skulptur die sie umgebende Landschaft, so dass es scheint, als verschwände ihr Äusseres und als zöge ihr Innenraum die Betrachtenden in ein nicht enden wollendes Kaleidoskop aus Licht und Reflexionen.

Anders als Mirage Gstaad – das Werk wird über mehrere Jahreszeiten hinweg in Gstaad ausgestellt – heben sich die vorübergehenden, transitiven Beiträge von der beständigeren Präsenz der Skulptur ab und füllen den Frequenz-Begriff mit Sound und Performance. Sie rücken geschichtsträchtige, aber auch unbekanntere Orte in Gstaad und Umland in den Brennpunkt, indem sie - teils drinnen, teils draussen - Themen erkunden, die von der akustischen Struktur der Landschaft über die Heilwirkung der Landschaft auf ihre Bewohner, über Schönheit und Zerstörung bis hin zum Zukunftsschock reichen. Während Mirage Gstaad eine reflektierte Landschaft in Szene setzt und über soziale Medien ausstrahlt, bringt das Performanceprogramm Frequencies besondere Intimität durch das Einmalige persönlicher Begegnungen.

Wir danken der Firma Nüssli Schweiz AG insbesondere Herrn Josef Nägeli für das Vertrauen in unsere Beratung und unsere Produkte.

Objekt
Mirage Gstaad

Ausführung
November 2018

Verarbeiter
Nüssli (Schweiz) AG, Hauptstrasse 36,
8536 Hüttwilen

Bauherr
LUMA Foundation, Elevation 1049
Frequencies, 3780 Gstaad Switzerland

Architekt/Künstler
Doug Aitken

Material
Brettsperrholzplatten Industrie
Wände 80 mm Stärke 310 m2
Dach 120 mm Stärke 235 m2
BSH Deckenelemente Industrie
Stärke 180 mm 30 m3

Beratung & Verkauf
Alex Bachmann & Oliver Bucher
Kuratle & Jaecker AG, Abteilung HIT, Leibstadt

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